Rede vor dem Kollegium

Gründe gegen Hans Carossa als Berliner Schulname

Rede auf der Gesamtkonferenz des Kollegiums am 21.09.2015

 

Von Ulrich Müller

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

viele von Ihnen haben schon von meiner Initiative gehört, den Schulnamen Hans Carossa zu ändern. Ziel ist heute aber noch keine Abstimmung über einen Antrag, sondern nur die Erstellung eines vorläufigen Meinungsbildes.

Auslöser meiner Initiative waren Hinweise von zwei Schülerinnen meines Seminarkurses, die auf ein nationalistisch-militaristisches Gedicht Carossas gestoßen waren, das im Internet breit diskutiert wurde. Inzwischen ist diese Web-Seite, Gott sei Dank, gelöscht worden, vermutlich auf Veranlassung von Frau Kampmann-Carossa selber. Carossa ist auf dieses Gedicht übrigens schon zu Lebzeiten angesprochen worden und hat jegliche Verbindung zum Nationalsozialismus mit dem Argument verneint, er habe das Werk bereits im Ersten Weltkrieg geschrieben. Daraufhin habe ich mir dann Leben und Werk Carossas näher angesehen und bin dann letztlich zum dem Schluss gekommen, dass dieser Name einen großen Nachteil für unsere Schule darstellt, den wir gar nicht nötig haben.

Lassen Sie mich also zunächst Argumente gegen Carossa als Schulnamen darlegen, um dann anschließend einen geeigneten Gegenvorschlag zu begründen. Welche Rolle spielt eigentlich der Namenspatron für eine Schule? Meines Erachtens lassen sich mindestens sieben Aspekte unterscheiden, von denen die ersten beiden auch auf jeden neutralen Namen zutreffen; die Aspekte 3 – 7 aber nur auf Namenspatrone.

  1. Zunächst dient der Name schlicht zur Unterscheidung von anderen Schulen, wobei er im Land Berlin einmalig sein muss. Die Berliner Einmaligkeit erfüllt Carossa. Ansonsten gibt es aber neben unserer schon 3 andere Carossa-Schulen: das Gymnasium in Landshut, das er selber besucht hat, die Grundschule in Passau, wo er lange gewohnt hat, sowie die Mittelschule in Pilsting, ebenfalls in der niederbayerischen Heimat des Dichters gelegen.
  2. Hier berühren wir bereits als 2. Aspekt den Ortsbezug. Wenn diese lokale Verbundenheit eindeutig ist, wie bei Carossa in Bayern, dann hat dies den Vorteil, dass es kaum Diskussionen um den Namen gibt. Ein Berlin-Bezug Carossas ist jedoch weit und breit nicht zu erkennen.
  3. Desto stärker fallen deshalb ins Gewicht die m.E. zentralen Aspekte Kultur und Politik. Denn der Namenspatron einer öffentlichen Einrichtung ist ein kultureller Ehrentitel. Mit ihm wird Leben und/oder Werk einer Person angemessen gewürdigt und an die Person selber in erfreulicher Weise erinnert. Meine These ist nun, dass Carossa diese Ehrung in keiner Weise verdient hat. Dies könnte uns im Grunde gleichgültig sein. Nicht gleichgültig sein kann uns aber die Tatsache, dass wir den Namen Carossa nicht verdienen, und zwar deshalb nicht, weil uns überhaupt nichts mit ihm verbindet. Und dies möchte ich wie folgt begründen.

1933 wählt der Arzt und Schriftsteller Carossa freiwillig die innere Emigration. Diese Freiwilligkeit hat er nach dem Krieg immer wieder betont. Dennoch nimmt er 1938 den Goethepreis der Stadt Frankfurt und 1939 den San Remo-Preis an. 1941 lässt er sich beim Europäischen Dichtertreffen zum Präsidenten der nationalsozialistischen „Europäischen Schriftsteller-Vereinigung“ ernennen. Und trotz seiner später immer wieder betonten inneren Distanz zum NS-Regime wird Carossa vom faschistischen In- und Ausland stark gefördert.  Seine Einnahmen in dieser Zeit kann er sage und schreibe vervierfachen. Zu  beachten ist: Diese finanziellen Vorteile, Posten und Preise anzunehmen, hat Carossa niemand gezwungen. Natürlich ist auch klar: Hätte er sie abgelehnt, wäre seine Karriere weitaus weniger glanzvoll verlaufen, womöglich zu Ende gewesen. 1944, in der Endphase des Zweiten Weltkriegs, wird Carossa von Hitler persönlich in die Sonderliste der sechs gottbegnadeten und unersätzlichen deutschen Schriftsteller aufgenommen. Hitlers Lieblingsbuch war "Das Rumänische Kriegstagebuch", in dem Carossa seine Tätigkeit im Ersten Weltkrieg beschreibt. Seine Schreibmethode: alles Schreckliche verschweigen, stattdessen die Schönheiten der Landschaft und kleine menschliche Gesten schildern.
Der Gerechtigkeit wegen muss gesagt werden, dass Carossa seine kulturpolitische Stellung auch für die Rettung befreundeter Schriftsteller zu nutzen versuchte.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, um Missverständnissen vorzubeugen: Es geht mir hier nicht um die moralische Verurteilung eines erfolgreichen Heimatschriftstellers in finsterer Zeit, und erst recht nicht um politische Korrektheit. Vielmehr soll dem Namen Carossa die Eignung abgesprochen werden, als ehrenvolles kulturpolitisches Aushängeschild einer Berliner Schule zu dienen. Anders gesagt: Jedes einzelne Opfer der NS-Herrschaft hätte es mehr verdient, dass eine öffentliche Institution nach ihm benannt wird, als ein von den Nazis geförderter und mit ihnen kooperierender Hans Carossa.

Nun könnten wir Carossas „Schlingertanz“ mit den Nazis, wenn ich seine Haltung einmal so benennen darf, vielleicht gerade noch akzeptieren, wenn er seine Rolle im Dritten Reich später reflektiert hätte – was man in einem stark autobiografisch geprägten Nachkriegswerk wohl erwarten dürfte; oder wenn diese Rolle durch die kulturelle Bedeutung seines Werks in den Schatten gestellt würde. Beides ist aber nicht der Fall: In „Ungleiche Welten“ von 1951 betont Carossa die Wichtigkeit seiner literarischen Trost-Funktion für die unter dem Krieg leidende Bevölkerung. Gleichzeitig bescheinigt er den Exil-Schriftstellern, aus dem seelischen Gleichgewicht gekommen und daher zu keinem gerechten Urteil über Nazi-Deutschland in der Lage zu sein. Durchgängig verschleiert und beschönigt er die NS-Zeit, präsentiert sich selbst dabei als völlig unpolitischer Dichter. Seine Erklärungen des NS, wenn man sie denn so nennen will, es sind mehr Deutungsansätze, erschöpfen sich darin, die Bewegung auf eine Hand voll verblendeter Führer zu reduzieren, für deren unheilvolles Wirken er mal ein anonymes Schicksal, mal böse Geister, meistens jedoch einfach "die Sterne" verantwortlich macht, gegen die kein Widerstand möglich gewesen sei. (Hans Carossa, Ungleiche Welten. Lebensbericht, Frankfurt a.M. 1962.)

Der Blick auf Carossas literarisches Werk bestätigt diese Vernebelungstendenzen. Seine grauenhafte Lyrik, vor allem die vor 1945 erschienene, beschwört, glorifiziert und mystifiziert das Leben. Sie ist, kurz gesagt, eine einzige Wirklichkeitsverherrlichung und Daseinsverklärung. Wortprägungen wie "Urnachtweg", "Urgewalten", "Todeszierden", "Trümmertiefe", "heilige Wunden", "heiliges Sein", "Schicksalsschwestern" u.s.w. belegen die anti-aufklärerische Grundtendenz. Carossas erzählerisches Werk ist von den gesellschaftskritischen Maßstäben der Moderne nahezu unberührt. Gemessen an den zeitgleich entstandenen Arbeiten Rose Ausländers, Hilde Domins und Anna Seghers - von Brecht, Kafka und Celan ganz zu schweigen – sind es im Grunde Heimatschriften, die auf Carossas bayerische Wirkungsstätten bezogen sind.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Sie sehen: Carossa war wohl kein Verbrecher, aber als kulturpolitischer System-Stabilisator des NS ist er alles andere als ein Vorbild. Christine Greiners Dissertation "Zwischen den Zeilen" von 1999 kommt zu dem problematischen Ergebnis: "Faktum ist, daß er [Carossa, U.M.] sich auf Kompromisse mit dem herrschenden Regime einließ, daß er Konzessionen machte, obwohl er sich dessen bewußt war, "welche breite Angriffsflächen sein Verhalten […] nach dem Kriege bieten würde" (S. 9). Ich frage Sie nun alle: Sollen wir Carossa für diese "Kompromiss-Kunst" etwa weiterhin bewundern? Wer schon in Erinnerung an den Ersten Weltkrieg sagt: „Unbegreiflich war es mir […], wie ein Mann dazu kam, etwas anderes werden zu wollen als ein Soldat“ (Das Jahr der schönen Täuschungen, S. 199) und dann auch noch über eben diese Soldaten sagt: „Die Schlauen wissen sich zu bewahren; sie kehren zurück und erzeugen ein schwingen-schwaches Geschlecht. Die Starken, die Kühnen sind in den Tod hineingeflogen wie Zugvögel in ein fremdes Land“ (Führung und Geleit. Ein Lebensgedenkbuch, S. 125), der liefert ideologische Steilvorlagen für das Anzetteln künftiger Kriege.

4. Neben dem kulturellen wirft auch der politische Aspekt kein gutes Licht auf Carossa. Der Staat spricht durch öffentliche Reden, Einrichtungen und Denkmäler zu seinen Bürgern und Besuchern. Und genauso spricht er durch Schulnamen. Aber was sagt der Staat oder das Schulkollegium an seiner Stelle durch den Namen Carossa? Für welche Werte, Haltungen oder Grundüberzeugungen steht dieser Name? Ich fürchte, für keine, zu denen überzeugte Demokraten sich bekennen könnten und möchten.

5. Hier spielt nun auch der schulrechtliche Aspekt eine Rolle. So heißt es in § 1 des Berliner Schulgesetzes vom 26. Januar 2004 zum allgemeinen Bildungsauftrag der Schule: „Ziel muss die Heranbildung von Persönlichkeiten sein, welche fähig sind, der Ideologie des Nationalsozialismus und allen anderen zur Gewaltherrschaft strebenden politischen Lehren entschieden entgegenzutreten …“. Und nach § 3 des Schulgesetzes zu den Bildungs- und Erziehungszielen sollen die Schülerinnen und Schüler in positiver Thematisierung u.a. lernen, „aufrichtig und selbstkritisch zu sein …“.

Weder mit dem einen noch mit dem anderen Paragrafen ist der Name Hans Carossa vereinbar, er verkörpert sogar die Antithese zu diesen Bildungs- und Erziehungszielen. Keine Infragestellung seiner Rolle im NS, keinerlei selbstkritisches Urteil, geschweige denn irgendein Schuldeingeständnis nach dem Krieg. Nun ist unser Schulgesetz in dieser Hinsicht leider nicht ganz konsequent, sofern es besagt: „Schulen, die schon eine Bezeichnung tragen, die nicht den Regelungen dieser Verwaltungsvorschrift entspricht, können diese weiter verwenden“, aber sie müssen es selbstverständlich nicht und sie sollten es meiner Meinung nach auch nicht tun.

6. Ein weiterer Aspekt des Namenspatrons ist das individuelle Profil einer Schule. Hier ließe sich der Name gewinnbringend nutzen, um Schwerpunkte oder auch eine programmatische Ausrichtung der Schule nach außen hin anzuzeigen. Außerdem könnten namensbezogene Unterrichtsinhalte oder entsprechende Aktionen etwa bei Projekttagen, Einschulungen oder Jubiläumsfeiern erfolgen. Nichts von all‘ dem ist mit Carossa möglich. Und eine Schule mit Flüchtlingsklasse und diesem Namen geht gar nicht.

7. Mein letzter Aspekt betrifft das Ansehen (Image) einer Schule. „Es ist Ihnen doch hoffentlich klar, Herr Müller, dass wir woanders als besonders rechtes Gymnasium gelten“. Dieser Satz eines Schülers aus dem LK Deutsch bezog sich auf einen Blog im Internet. Ich war dann sehr erleichtert, dass da nicht von „rechtsradikal“ die Rede war. Und es muss ja ohnehin nichts von all‘ dem stimmen. Aber es liegt natürlich auf der Hand: Je weiter ein Interessent von der Schule, die er sich gerade ansieht, entfernt ist, desto wichtiger wird für ihn der Name. (Nomen est omen.) Und wer dann Carossa googelt, wird entweder enttäuscht oder, nach eingehenderer Beschäftigung mit ihm, auch entsetzt sein. Dies könnte z.B. schon verhindert werden, wenn die Homepage-Startseite der Schule mit einem richtungsweisenden Zitat ihres Namengebers aufwarten könnte. Die Leiterin des Berliner Sartre-Gymnasiums etwa kann das voller Überzeugung tun. Herr Rußbült kann das derzeit leider noch nicht.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, nach all‘ dem werden Sie sich fragen, wie es denn überhaupt möglich war, in Berlin an diesen Namen zu kommen. Wie ich dazu von unserer ehemaligen Kollegin Frau Bergmann erfahren habe – sie hat den Namensgebungsprozess 1957 noch aus Schülerinnensicht miterlebt -, war der Vorschlag des damaligen Direktors Spree äußerst umstritten. Das entscheidende Problem bestand jedoch damals darin, dass alle anderen vorgeschlagenen Namen bereits vergeben waren, sodass es dann schließlich bei Carossa geblieben ist. Diese Situation, meine ich, stellt sich uns heute wesentlich anders dar als in der noch jungen Bundesrepublik. Und daher möchte ich meine Gründe gegen Carossa als Berliner Schulname auch mit einem Zitat von Frau Bergmann über ihn zusammenfassen: „Der gehört in die Mottenkiste“.

Nun wäre es, meine ich, zwar nicht zwingend, aber doch äußerst vorteilhaft, wenn ein neuer Name nicht nur für sich selbst spräche, sondern zugleich nach außen signalisieren könnte, warum wir den alten nicht mehr wollen. Und dies könnte ein Name wie der Theodor W. Adornos meines Erachtens tatsächlich leisten. Lassen Sie mich dies in aller Kürze begründen.

  1. Beginnen wir wieder mit dem formalen Unterscheidungskriterium. Ein Adorno-Gymnasium wäre auf der ganzen Welt einzigartig, und auch in allen alphabetischen Listen würden wir ganz weit nach oben rutschen.
  2. Der lokale Aspekt ist gleich zweifach vorhanden: a) Adornos Frau Margarete (Gretel) ist Berlinerin und Adorno hat sie auch in Berlin kennengelernt; b) an der Berliner Akademie der Künste befindet sich das international genutzte Adorno-Archiv, zusammen mit dem Walter Benjamin-Archiv.
  3. Wie steht es mit der kulturellen Bedeutung? Adorno zählt zu den weltweit bedeutendsten Denkern des 20. Jahrhunderts, dessen umfangreiches Werk in den Bereichen der Musiktheorie, Philosophie, Kultur- und Literaturkritik sowie Soziologie nach wie vor aktuell ist. Das wird von einer lebhaften Rezeption der kritischen Theorie Adornos bezeugt. ObwohlBedeutung und Aktualität unbestritten sind, gibt es vergleichsweise wenige öffentliche Bekundungen, die diesem Gelehrten die Ehre antuen, sich seiner in angemessener Weise zu erinnern.
    Einer Schule den Namen Theodor W. Adorno zu geben, wäre demnach nicht nur ein sinnvoller Akt der symbolischen Anerkennung des genialen Denkers und öffentlichen Intellektuellen, sondern würde auch zum Ausdruck bringen, dass Adorno einer der ersten war, von dem nachhaltige Anstöße zur Verarbeitung des NS ausgingen. Zugleich hat er durch seine Publikationen zu diesem Gegenstand zahlreiche pädagogische Reflexionen angestoßen.
  4. Politisch gesehen ist Adorno einer der intellektuellen Gründergestalten der Bundesrepublik. Sein Werk steht für demokratische Grundüberzeugungen, gerade auch in pädagogischer Hinsicht: Erziehung zur Mündigkeit, Erziehung nach Auschwitz, Erziehung zu kritischer Selbstreflexion. Dies sind Aufgaben, liebe Kolleginnen, die auch in 200 Jahren noch aktuell sein werden.

Biografisch gesehen hatte Adorno keine Chance, sich frei wie Carossa für eine Innere Emigration zu entscheiden: 1933 entziehen ihm die Nazis seine gerade erst erworbene Lehrbefugnis an der Uni Frankfurt; 1934 geht er nach Oxford, um den englischen Doktorgrad zu erwerben; 1938 siedelt er nach New York über, 1941 nach Los Angeles; 1949 kehrt er nach Deutschland zurück, wo er 1953 Professor für Philosophie und Soziologie in Frankfurt wird. Adornos überragende intellektuelle Bedeutung für die Bundesrepublik nicht nur der Nachkriegszeit, sondern bis heute spiegelt sich u.a. im Berliner Schulgesetz wider. Es liegt mir fern, unsere Behörde des Plagiats zu bezichtigen, aber zentrale Passagen unseres Schulgesetzes könnten geradezu bei Adorno abgeschrieben sein. Seine Studien zum autoritären Charakter, über Vorurteile, über Antisemitismus, und nicht zuletzt sein Eintreten für die Förderung von Individualität(Stichwort Inklusion) sind fester Bestandteil der Lehrpläne verschiedenster Fächer. Angesichts von Migration und Fremdenfeindlichkeit sind sie nach wie vor höchst aktuell.

5. Der Name Adorno ließe sich hervorragend auf unser nicht so festgelegtes, eher aufgefächertes Schulprofil beziehen. Sein anspruchsvoller Schreibstil ist einem guten Gymnasium angemessen. Das vielgestaltige, interdisziplinäre Werk, zu einem Drittel auf Englisch vorliegend, lässt sich mit nahezu allen Unterrichtsfächern in Verbindung bringen, zugegeben mit Schwerpunkten in Musik, Literatur, Kunst, Geschichte, Philosophie und Soziologie. Ich will nicht zu viel versprechen und vor allem will ich keiner demokratischen Abstimmung vorgreifen. Aber auch für die Naturwissenschaftler und Mathematiker würde ich mir zutrauen, für geeignete Anlässe sinnvolle Fragestellungen aus Adornos Werk herauszufiltern. Und das würde mir sogar noch Spaß machen.

6. Schließlich zur Image-Frage: Der Name Adorno hat nicht nur in Deutschland einen guten Klang. Sein Werk wird international diskutiert. Und fast 50 Jahre nach seinem Tod wäre mit seiner Wahl als Namenspatron auch kein tagespolitisches Missverständnis mehr zu befürchten. Mit einem Wort: Wir würden vieles gewinnen und im Grunde nichts verlieren. Aus HCOG würde TWAG.

Adorno am Klavier

Zusatzbemerkungen:  Die AG "Schulname" erstellte am 09.11.2015 einen Kriterien-Katalog, dem der neue Name möglichst gut gerecht werden soll. Über diese Kriterien wurde das Kollegium auf der Gesamtkonferenz am 03.12.2015 informiert. Die AG beriet am 09.12.2015 über das weitere Vorgehen. Am 13.01.2015 beschloss die AG, mit einem Plakat und individuellen Vorschlagsbögen zur Einreichung begründeter Vorschläge aufzurufen.

Am 22.02.1016 entschied die Gesamtkonferent des Schulkollegiums mit deutlicher Mehrheit, den Namen Hans Carossa aufzugeben, sobald ein neuer Name gefunden ist.

Am 07.04.2016 verabredete die AG die Information von Eltern und Schülern über den Stand des Namengebungsprozesses. Die Schülervertretung wurde am 20.04. informiert, die Elternvertretung ein paar Tage später.

Die Frist für die Einreichung von Namensvorschlägen endete am Freitag, den 30.09.2016. Begründete Vorschläge sind jedoch nach wie vor willkommen und an Ulrich Müller (per Schulfach) zu richten. 

Die nächste Sitzung der AG wird voraussichtlich im Januar 2017 stattfinden.